Wandern und Pilgern in der Region – wo heiliges Wasser fließt und Lipizzaner weiden
Im Juni 2026 standen bei den Naturfreunden drei besondere Wander- und Pilgertouren auf dem Programm. Unter dem Motto „Wo heiliges Wasser fließt und Lipizzaner weiden“ begaben sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Suche nach Kraftplätzen, beeindruckenden Landschaften und spirituellen Orten in unserer Region.
Viele Menschen kennen solche besonderen Plätze, an denen sie Ruhe finden, Kraft schöpfen und dem Alltag für einige Stunden entfliehen können. Unsere drei Pilgerwanderungen führten zu genau solchen Orten – zu Kirchen, Kapellen und Wallfahrtsstätten, die seit Jahrhunderten Menschen anziehen und inspirieren.
Bärnbacher Klostergeheimnis – Wanderung auf den Heiligen Berg
Die erste Tour begann mit einem Besuch der berühmten Hundertwasserkirche in Bärnbach. Von dort führte uns der Weg über die Sommerhuber-Kapelle auf den Knobelberg weiter nach Piber, dem Heimatort der weltbekannten Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule. Das Ziel war der Heilige Berg im Kainachtal – eine uralte Kultur- und Kraftstätte, die seit Jahrtausenden als besonderer Ort gilt.
Der Aufstieg wurde mit herrlichen Ausblicken über die Lipizzanerheimat belohnt. Den stimmungsvollen Abschluss bildete ein gemeinsamer Gottesdienst in der kleinen Bergkirche neben dem Karmelitinnenkloster. Die rund 15 Kilometer lange Wanderung mit 475 Höhenmetern verband eindrucksvoll Natur, Geschichte und Spiritualität.
Kraftplatzerl „Heiliger Wasser Weg“
Die zweite Wanderung führte zur Wallfahrtskirche „Zum Heiligen Wasser“ am Lukaskogel. Die der heiligen Radegundis geweihte Kirche wurde im 17. Jahrhundert nahe einer heilkräftigen Quelle errichtet und ist bis heute ein Ort der Ruhe und Besinnung.
Von hier aus erkundeten wir den aussichtsreichen „Heiligen Wasser Weg“. Die Route führte durch die wunderschöne Almlandschaft der Gleinalm, vorbei an urigen Hütten und zahlreichen Aussichtspunkten mit Blick bis ins Grazer Becken. Ruhe, Weite und die Schönheit der Natur begleiteten uns auf der gesamten Strecke.
Ein besonderer Dank gilt dem Wanderführer Sebald Jarnig, der die Tour nicht nur hervorragend organisierte, sondern die Wanderung auch mit nachdenklichen und sehr ansprechenden Impulsen bereicherte. Die rund 15 Kilometer lange Strecke mit etwa 600 Höhenmetern wurde so zu einem besonderen Erlebnis für Körper, Geist und Seele.
Auf den Spuren eines alten Wallfahrerweges bei Maria Lankowitz
Die dritte Wanderung startete beim zweitgrößten Marienwallfahrtsort der Steiermark, der Wallfahrtskirche Maria Lankowitz. Nach der Besichtigung der eindrucksvollen Kirche und des Benediktinerklosters mit seinem Klosterladen führte uns der Weg auf den Kirchberg zur alten Wallfahrtskirche St. Johann.
Der historische Saumpfad mit seinen Kreuzwegstationen erinnert an frühere Zeiten, als hier Handelswaren von der Untersteiermark ins Murtal transportiert wurden. Nach einer Rast bei der Kirche und dem Genuss der herrlichen Aussicht ging es über den Kemetberg zurück nach Maria Lankowitz.
Fazit
Die drei Pilgerwanderungen haben eindrucksvoll gezeigt, wie eng Natur, Geschichte und Spiritualität miteinander verbunden sein können. Gemeinsam unterwegs zu sein, besondere Kraftorte zu entdecken und dabei die Schönheit unserer Heimat zu erleben, machte diese Wanderungen zu unvergesslichen Erlebnissen. Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestätigen, dass das Bedürfnis nach Ruhe, Gemeinschaft und Besinnung heute aktueller denn je ist.
Wir bedanken uns bei allen Mitwandernden und freuen uns bereits auf die nächsten gemeinsamen Touren der Naturfreunde.