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Naturpark Fanes-Sennes-Prags

Es war wieder einmal so weit. Unsere diesjährigen Wandertage standen vor der Tür. Heuer entschieden wir uns für den Naturpark Fanes-Sennes-Prags in Südtirol. Diesmal war es äußerst schwierig ein geeignetes Quartier, unseren Vorstellungen entsprechend, zu finden. Viele Hotelanfragen wurden abgelehnt, ehe wir mit etwas Glück und Verhandlungsgeschick, eine Zusage für 36 Personen im „Hotel Antermoia“ erreichten. Zugeständnisse unserer Teilnehmer sich auch in Mehrbettzimmern unterbringen zu lassen, gingen den gelungenen Wandertagen voraus.  Für die hervorragende Hotelverpflegung können wir „3 Hauben“ vergeben, und das Wetter zeigte sich in diesen Tagen Gott sei Dank auch von seiner besten Seite.

 

 

Peitlerkofel – Bergtour und Umrundung

 

Startpunkt dieser prächtigen Bergtour war das Würzjoch (2.006 m), das wir mit dem öffentlichen Wanderbus nachhaltig vom Hotel aus erreichten. Der Peitlerkofel ist ein markanter Dolomitengipfel, der sich in einer märchenhaften Umgebung steil in den Himmel reckt. Der Aufstieg über die Peitlerscharte bis hin zum Sattel zwischen dem Kleinen und dem Großen Peitlerkofel ist eine sehr schöne Bergtour, welche ein Teil unserer Teilnehmer absolvierte. Im Gipfelbereich war jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefragt. Die Peitlerscharte auf 2361 m bot sich hierbei als ausgezeichnete Rastmöglichkeit für alle an.

Die zweite Gruppe umrundete diesen schönen Aussichtsberg. Hierfür folgten wir dem Weg, der sich im sanften Auf und Ab durch die weitläufigen Peitlerwiesen schlängelte, in denen die gemütliche Vaciarahütte (Ütia Vaciara) zur genüsslichen Zwischenrast einlud. Ab hier ging es wieder leicht aufwärts zum Gömajoch, ehe wir dann abwärts zu unserem Ausgangspunkt wanderten.

Naturpark Fanes – im Königreich der Natur

 

"Das war die Tour meines Lebens", so beschrieb ein Teilnehmer die anspruchsvolle Tour am zweiten Tag. Von der höchstgelegenen Wallfahrtskirche "La Crusc" (Heiligkreuz) wie sie auf Ladinisch genannt wird, durchstiegen wir den Klettersteig unter der mächtigen Felswand des Heiligkreuzkofels. Zu Beginn kletterten wir durch eine kleine Schlucht aufwärts und wanderten anschließend abwechselnd über schuttbedeckte Felsbänder und teils über mit Drahtseilen und Tritten gesicherte Felsstufen weiter bis zur Kreuzkofelscharte (2.612 m).

Nach einer ausgiebigen Rast, Fotoshooting und herrlichen Rundumblicken erreichten wir über die Fanes und Sennes Hochfläche die Schutzhütten Lavarella und Fanes.

 

Dieses Hochplateau ist Schauplatz zahlreicher ladinischer Sagen, die von untergegangenen Königreichen und versteinerten Paradiesen erzählen. Der 1980 ausgewiesene Naturpark Fanes-Sennes-Prags zählt zu den größten Schutzgebieten Südtirols, in dem sich auf einer Fläche von 25.680 Hektar eine einzigartige Bergnatur frei entfalten kann. Im Juni 2009 wurden die Dolomiten - und damit auch die Fanes und Sennes Hochfläche - in die Liste des UNESCO Weltnaturerbes aufgenommen.

 

Nach einer kurzen Rastpause traten wir eilig unseren weiteren Abstieg zur Pederühütte an, um nicht unseren Wanderbus für die Rückfahrt zu verpassen.

Rundwanderung am Staller Sattel

 

Am dritten Tag ließen wir mit einer etwas gemächlicheren Grenzwanderung zum Heimkehrerkreuz am Staller Sattel unsere Wandertage ausklingen. Direkt über den Staller Sattel verläuft die Grenze zwischen Österreich und Italien. Von der Passhöhe aus bietet sich eine tolle Aussicht auf den Obersee im Osten und den Antholzer See im Westen.

Einige ließen es sich nicht nehmen, noch um den Obersee zu wandern und sich anschließend darin zu erfrischen. Bei einem Abschlussessen im Gasthof Obersee beendeten wir drei wunderschöne Wandertage. Danke allen Teilnehmern und meinen Wanderführerkollegen, welche zum hervorragenden Gelingen beigetragen haben. Die Tourenplanungen für die nächsten Wandertage sind bereits im Gange.  

 

(Hans Goldberger)

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